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Private Krankenversicherung fĂŒr Angestellte

Angestellte in der PKV

Angestellte sind in der Regel Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung. Nur wenn sie mit ihrem Einkommen ĂŒber der Versicherungspflichtgrenze liegen, können sie in die private Krankenversicherung wechseln. Bei der Einstufung wird das regelmĂ€ssige Bruttoeinkommen des Angestellten zugrunde gelegt. Bei einem Wechsel zu einem privaten Anbieter profitieren Angestellte von einem verbesserten Leistungsniveau. Gerade fĂŒr gutverdienende Arbeitnehmer ergibt sich ein deutliches Einsparpotential, da die GKV BeitrĂ€ge nach dem Einkommen berechnet und Gutverdiener hier HöchstbeitrĂ€ge zahlen.

Versicherungspflichtgrenze in der privaten Krankenversicherung fĂŒr Angestellte

Die Versicherungspflichtgrenze, die hĂ€ufig auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichnet wird, betrĂ€gt 56.250 Euro jĂ€hrlich. Das heißt, Angestellte, die mit ihrem Monatseinkommen ĂŒber 4.687,50 Euro brutto liegen, können sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen uns sich privat versichern (Stand 2016). In die Kalkulation des Einkommens werden die monatlichen Lohn- und Gehaltszahlungen sowie regelmĂ€ssige Zahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld eingerechnet.

Die Versicherungspflichtgrenze wird jedes Jahr vom Bundesministerium fĂŒr Arbeit und Soziales festgelegt und von der Bundesregierung beschlossen. Dabei Ă€ndert sich die Grenze im gleichen VerhĂ€ltnis wie die Bruttolöhne der Arbeitnehmer sich im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben.

Wichtig ist, die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze zu verwechseln. Diese Grenze legt fest, bis zu welcher Höhe das Einkommen zur Beitragsbemessung fĂŒr die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Renten- und Arbeitslosenversicherung herangezogen wird. Der Anteil des Einkommens, der ĂŒber der Beitragsbemessungsgrenze liegt, wird bei der Berechnung nicht berĂŒcksichtigt. Auch die Beitragsbemessungsgrenze wird in der gleichen Weise wie die Versicherungspflichtgrenze jĂ€hrlich von der Bundesregierung angepasst.

FĂ€llt der Angestellte mit seinem Einkommen wieder unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze, wird er wieder versicherungspflichtig und muss in die GKV zurĂŒckkehren.

Wann lohnt sich fĂŒr Angestellte der Wechsel in die PKV?

In der privaten Krankenversicherung richten sich die BeitrÀge

  • nach den Leistungen
  • dem Alter
  • dem Geschlecht
  • dem Gesundheitszustand

der versicherten Personen. Das heißt, die BeitrĂ€ge werden unabhĂ€ngig vom Einkommen des Versicherten berechnet.

FĂŒr junge und gesunde Angestellte mit einem hohen Einkommen ist der Wechsel in die PKV sinnvoll. Sie zahlen in der PKV in der Regel geringere BeitrĂ€ge als in der GKV fĂ€llig wĂ€ren. DarĂŒber hinaus genießen sie hier höheres Leistungsniveau.

Wer Kinder und Ehegatten absichern muss, sollte prĂŒfen, ob sich der Verbleib in der GKV lohnt, da hier im Rahmen einer Familienversicherung alle Familienmitglieder abgesichert sind. In der privaten Krankenversicherung muss fĂŒr jedes Mitglied ein eigener Vertrag abgeschlossen werden, es ist auch fĂŒr jeden ein eigener Beitrag zu entrichten. Angestellte mit Familie sollten daher genau abwĂ€gen, ob sich der Wechsel zu einem privaten Anbieter tatsĂ€chlich lohnt.

WĂ€hrend vor allem jĂŒngere Angestellte von einem Wechsel in die private Krankenversicherung profitieren, mĂŒssen Ă€ltere Versicherte bei Vorerkrankungen mit BeitragszuschlĂ€gen in der PKV rechnen. Vor dem Wechsel lohnt es sich, die Bedingungen und Konditionen der privaten Anbieter genauer unter die Lupe zu nehmen.

In puncto Gesundheitsschutz kann die private Krankenversicherung ĂŒberzeugen. Die Leistungen sind deutlich höher als die Leistungen der GKV. Versicherte profitieren hĂ€ufig von einer bevorzugten Behandlung und genießen abhĂ€ngig von der Tarifwahl einen gehobenen Versicherungsschutz. Es besteht eine freie Arzt- und Krankenhauswahl und die meisten Tarife erstatten bis zu einer gewissen Höhe auch alternative Behandlungsmethoden wie Heilpraktikerbehandlungen.

Als Angestellter privat versichert – die Leistungen im Überblick

Die private Krankenversicherung bietet einen individuellen Versicherungsschutz, den sich Versicherte ihren AnsprĂŒchen entsprechend zusammenstellen. Das genaue Leistungsniveau ergibt sich auf dem gewĂ€hlten Tarif. Dabei richtet sich die Höhe des Beitrags nicht nur nach den gewĂ€hlten Leistungen, sondern auch nach dem Selbstbehalt des Versicherten. Je höher der Selbstbehalt ist, fĂŒr den der Versicherte sich entscheidet, desto gĂŒnstiger wird der monatliche Beitrag. Hier gilt es jedoch zu bedenken, dass der Arbeitgeber die HĂ€lfte des PKV-Beitrages ĂŒbernimmt, den Selbstbehalt muss der Angestellte allein leisten. Insofern ist eine hohe Selbstbeteiligung bei Angestellten in der Regel nicht sinnvoll.

Die Leistungen der privaten Krankenversicherung setzen sich aus

  • den ambulanten Leistungen
  • stationĂ€ren Leistungen
  • Leistungen fĂŒr die Zahngesundheit

zusammen.

In den ambulanten Leistungen sind Kosten fĂŒr alle Ă€rztlichen Behandlungen enthalten. Dazu zĂ€hlen nicht nur die Konsultationen von Haus- oder FachĂ€rzten sondern auch Besuche bei Heilpraktikern. Die meisten Tarife der privaten Anbieter schließen auch alternative Heilmethoden mit ein, sind aber in der Regel auf einen maximalen jĂ€hrlichen Betrag begrenzt.

Die Kostenberechnung bei ambulanten Leistungen erfolgt nach der GebĂŒhrenordnung fĂŒr Ärzte. Die privaten Anbieter erstatten dabei bis zu einer bestimmten Höhe und orientieren sich an der GebĂŒhrenordnung. So gibt es eine Erstattung nach dem Regelhöchstsatz, der beim 2,3-fachen Satz liegt. Hier handelt es sich um die Mindesterstattung, die lediglich eine Basisabsicherung bietet. Wer einen leistungsstĂ€rkeren Versicherungsschutz bevorzugt, sollte eine höhere Erstattung ĂŒber den Höchstsatz hinaus wĂ€hlen.

Bei den stationĂ€ren Leistungen ĂŒbernehmen private Krankenversicherungen alle Leistungen, die bei einem Krankenhausaufenthalt entstehen. Wer möchte, wertet seinen Tarif durch den Einschluss weiterer Leistungen wie

  • Chefarztbehandlung
  • Unterbringung im Einzelzimmer

auf. Die Versicherer haben weitere Alternativen zur Wahl, so dass sich jeder Angestellte einen maßgeschneiderten Schutz zusammenstellen kann.

Im Rahmen der Zahngesundheit ĂŒbernehmen die privaten Versicherungen Kosten fĂŒr Zahnbehandlungen und Zahnersatz. Insbesondere beim Zahnersatz kommt es auf die genaue Tarifwahl des Versicherten an. Bei Implantaten gibt es bei den Anbietern verschiedene Regelungen. In der Regel gilt bis zur kompletten LeistungsĂŒbernahme bei den meisten Versicherungen innerhalb der ersten fĂŒnf Jahre eine Zahnstaffel. Hier werden nur Leistungen bis zu einer bestimmten Höhe ĂŒbernommen.